Montag, 11. November 2013

Die schönsten Kinos meines Lebens


Metropolis, Bochum: ein Programmkino, ehemals eines der Bahnhofslichtspiele (Bali) und eines der letzten Bahnhofkinos in Deutschland. Es war auch das erste Kino, das ich in meinem Leben besucht habe.



Grand Palast 1, Essen, eines der schönsten Kinos für Cinemascope und 70mm. Geschlossen seit etwa Ende der 80er Jahre und in ein Variete-Theater umfunktioniert.


Casablanca, Bochum ehemals Intimes



Saint Lambert, Paris. Ob das Kino noch existiert, weiss ich nicht.



Eulenspiegel, Essen, existiert immer noch in all seiner Pracht.


Galerie Cinema, kleines Filmtheater in Essen.


L´Impérial, Montreal, Kanada.



International, Berlin, eines der letzten wirklich schönen Kinos in Berlin, wenn nicht das schönste überhaupt in der Stadt.



Das Royal, leider abgerissen um 2005. Das Kino hatte die grösste gewölbte Leinwand der Welt um etwa 400 Quadratmeter. Es war lange Zeit auch Berlinalespielort und wohl auch das schönste Berlinale-Kino überhaupt.

Samstag, 9. November 2013

18 Jahre Filmzeitschrift shomingeki I.


Titelfoto der Nummer 1 (Fukai Kawa, Kei Kumai, 1995)

Auch wenn seit einiger Zeit keine Printversion erschienen ist, eine Ausgabe wird es im nächsten Jahr ganz sicher noch einmal geben. Und was danach passiert, das weiss keiner. Die nächste Printausgabe ca Mitte 2014 wird dann die Nummer 25 sein. Abos können leider erst verlängert werden, wenn feststeht, dass shomingeki als Printausgabe auch weiterhin erscheinen wird.
Alle Hefte von Nummer 6 bis 24 sind noch verfügbar und können unter der Redaktionsadresse bestellt werden.
In welcher Form auch immer - und auch wenn die Zeitschrift derzeit unterm Sauerstoffzelt liegt - als Print oder als Web-Version, es wird sie weiter geben.
Darum soll mich auch nichts davon abhalten am 30. November den 18.Geburtstag von shomingeki zu feiern. Ein Grund mehr dafür ist, dass eben jener 30. November zufällig auch der 70. Geburtstag meines derzeitigen noch lebenden Lieblingsregisseurs Terrence Malick ist. Und unter den Texten zu Filmen, die ich geschrieben habe, die mir am liebsten sind, ist ganz sicher der Text zu The Tree of Life.

Die erste Ausgabe erschien an diesem besagten 30. November und war nur 36 Seiten dick. Auf der Titelseite war ein Foto aus einem nunmehr vergessenen Meisterwerk des Japaners Kei Kumai (1930-2007) Fukai Kawa.

Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom Juni des folgenden Jahres von Hans Schifferle (eigentlich über 100 Jahre FILMFAUST aber mit einem grossen Abschnitt über die "neue" Zeitschrift shomingeki)  machte shomingeki erst bekannt, einem Artikel, dem ich sehr viel zu verdanken habe.
Kurz nachdem die erste Ausgabe erschienen ist, bekam ich sogar einen Brief von Daniele Huillet, den ich irgendwo noch aufgehoben habe.
1995 war auch das Jahr, in dem ich durch shomingeki mit dem Franko-Kanadier Claude Forget, dem Leiter des ehemaligen Independent Verleih-Kollektivs Cinéma Libre in Kontakt kam, der mich bis zu seinem Tod im Sommer 2008 mit Informationen und Videokassetten des unabhängigen Kinos in Quebec versorgt hat.
Daniele Huillet starb 2006, Kei Kumai 2007 und Claude Forget 2008.
Das waren die traurigsten Jahre von shomingeki.

Rüdiger Tomczak