Samstag, 21. Februar 2015

Texthinweis: Notizen zu Terrence Malicks neuem Meisterwerk Knight Of Cups (Berlinale 2015, Wettbewerb)



Knight of Cups setzt die Strömungen fort, die seine drei vorherigen Filme auszeichneten. Finanziert mit stattlichen Budgets wenden sie sich aber immer radikaler von Hollywood ab. Sie sind nicht nur sehr persönliche und autobiografisch inspirierte Filme, sondern vor allem auch sehr radikale Manifestationen der von Truffaut definierten “Caméra Stylo”. Für alle die sich wundern, wie man in meinem Fall Ozu, Ford, Naruse Hou hsiao Hsien und Terrence Malick gleichzeitig lieben kann, schlage ich vor, dass es zwei Arten von grossen Filmemachern gibt. Die erste Art war fähig durch Glück, Intelligenz oder Anstrengungen ihren Platz in der Welt des Films zu finden. Die zweite Gruppe besteht für mich aus Filmemachern, die ihren Platz permanent suchen und andauernd neu definieren. Diese “Suchenden”, also Regisseure wie Malick, Ghatak und Shimizu bringen ihre ganze kreative Energie auf, nach diesem Ort zu suchen. Christian Bales Rick ist hier wie Jack in The Tree of Life oder Neil in To The Wonder (ich bezeichne sie mal beide als Variationen von Malick´s Ego) getriebene Personen, die ihren Platz in der Welt suchen. Diese “Suchenden“ sind bei Malick nicht auf Männer beschränkt. Seine eindrucksvollsten Frauencharaktere gespielt von Linda Manz, Q´Orianka Kilcher und vor allem Olga Kurylenko belegen das. Die meisten Malick´-Figuren sind entwurzelt. Diejenigen, die ein Zuhause haben, werden es im Laufe eines Filmesverlieren. Weiterlesen
eine englische Version, die nis auf ein paar Abweichungen mit der deutschen Version identisch ist kann man hier lesen. 

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